Die Goldenstedter Wölfin

Die Goldenstedter Wölfin und ihr Partner, der Rüde mit der Herkunft Ueckermünde, haben Junge. Damit ist die Goldenstedter Wölfin die Leitwölfin ihres Rudels im Kreis Vechta.

 

Nach Aussage des Umweltministeriums vom 26.07.17 (Persönliches Gespräch mit Frau Staatssekretärin A. Kottwitz und dem 1. Vorsitzenden des W-I-S-Z-V Jan Olsson in Hannover) soll die Wölfin von der Seite des Umweltministeriums in Ruhe gelassen werden. Sie soll bis zur Landtagswahl (Januar 2018) nicht mehr besendert werden. 

 

Wir werden aufgrund der Erfahrungen vom Frühjahr 2016 in Niedersachsen, die Situation dennoch genau beobachten!

 

Die Goldenstedter Wölfin (vom UM Niedersachsen auch Barnstorfer Wölfin genannt) ist mindestens seit dem Herbst 2014 im Bereich Vechta, Diepholz standortreu.

 

Sie ist eine Tochter des Gartower Rudels, mit der genetischen Kennung GW356f.

 

Diese genetische Kennung wurde in bei 27 gemeldeten Nutztierissfällen in den Landkreisen und Vechta nachgewiesen (Wolfsbüro des NLWKN, Stand 22.07.2016)

 

Die anderen Nutztierissfälle konnten keinem anderen speziellen Wolf zugeordnet werden.

 

Sie hat den Haplotyp HWO2. Dieser Haplotyp ist auch bei anderen Rissen gefunden worden. Dieser Haplotyp alleine lässt aber keinen Rückschluss auf ein bestimmtes Individuum zu.

 

Weiterhin wurden genetisch Hunde und Füchse an den Rissen nachgewiesen.

 

Der häufigste Haplotyp zu der auch die niedersächsischen Wölfe gehören ist der Haplotyp HWO1. Es sind aber noch einige andere Rudel in Deutschland, die den Haplotyp HW02 haben.

 

Das heißt nichts anderes, als das ohne die genetische Kennung nicht gesagt werden kann, welcher Wolf letztendlich für einen Riss verantwortlich ist.

 

Bei dem Wanderverhalten des Wolfes ist es deshalb ohne weiteres möglich, das andere Wölfe für Risse verantwortlich sein können. Besonders muss darauf hingewiesen, das eine mögliche „Nachnutzung“ von Wölfen an Rissen oder verendeten Nutztieren (oder Wildtieren) in einigen Fällen nicht auszuschließen ist. Das heißt der Verursacher des Risses ist nicht "immer" der Wolf! Deshalb sind an Rissen örtlich mehrere genetische Kennungen verschiedener Tiere zu finden. Letztendlich führen auch Krankheiten oder andere Ursachen zum Tod vieler Nutztiere.

 

Weiterhin ist eine unzureichende Probeentnahme ein Grund für einige Risse mit einzubeziehen (Gründe: Risszustand alt/frisch, Nachnutzung durch andere Tiere, Witterungsbedingungen, z.B. Hitze, Regen und der Ort des Risses. Insbesondere Matsch, feuchte und nasse Bereiche, Verunreinigungen, etc. Die Qualität der Probe ist entscheidend für die spätere Analyse.

 

In der offiziellen Wildtiermanagementliste ist es nicht zu erkennen, welcher Wolf genau (Individuum!) für die Risse verantwortlich ist. Genauere Bezeichnungen werden von den offiziellen Stellen nicht öffentlich bekannt gegeben.

 

Die Goldenstedter Wölfin hat bereits mindestens seit dem Frühjahr 2016 ihr Beuteverhalten modifiziert.

 

Die Risszahlen an Nutztieren sind deutlich gesunken, obwohl der Herdenschutz in einzeln Landkreisenbereichen immer noch unzureichend ist (obwohl Präventivmaßnahmen und Billigkeitsleistungen nach Antrag gewährt werden).

 

Dabei ist zu berücksichtigen, das wie oben bereits beschrieben wurde, das andere Wölfe, die in dem Bereich Diepholz/Vechta zumindestens periodisch vorhanden waren oder sind, für Risse verantwortlich sein können.

Seit dem Sommer 2015 hat die Goldenstedter Wölfin einen Partner an ihrer Seite. Es ist ein starker Rüde aus dem Ueckermünder Rudel (offizieller genetischer Nachweis Herbst 2016).

 

Es ist sehr verwunderlich, das der Rüde erst so spät genetisch nachgewiesen wurde. Doch lässt sich feststellen, das sein Beuteverhalten auch einen starken Einfluß auf die Goldenstedter Wölfin hat und sie ihr Beutespektrum deutlich auf heimisches Wild legt.

 

Beide Wölfe jagen schon seit längerer Zeit Wild vor Ort, was in hohen Beständen vorhanden ist. Abwanderungen, ängstliches Verhalten (z.B. von Rehen, Wildschweinen) von Wild oder sinkende Wildbestandszahlen sind nicht wahrzunehmen.

 

Potentielle Beutetiere (z.B. Rehwild) zeigen kein anderes Verhalten, sie verhalten sich wie in den Jahren vor der Ankunft der Wölfe.

 

Beide Wölfe sind sehr vorsichtig, scheu und vermeiden menschlichen Kontakt.

 

 

 

 

 

 

 

Infos des W-I-S-Z-V

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Wolf-Informations-und Schutz-Zentrum-Vechta e.V.