„Wer hat den Artenschutz verraten, die Sozialdemokraten!“ 

Bevor sich die anderen sogenannten anderen „Volksparteien“ zu früh freuen!

 

Die Überschrift bezieht sich auf die neuesten gemachten Aussagen der Bundesumweltministerin Frau Svenja Schulze, frei nach einem Spruch aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert.

 

Dieser Spruch „müsste“ im Original, vor allen Dingen jedem SPD Mitglied, sehr schmerzlich bekannt sein!

 

Die anderen „großen“ Parteien haben sich ebenfalls bisher in keiner Weise mit „Ruhm“ für den Artenschutz und den Wolf „bekleckert“. Das ist dieses Mal aber nicht Thema dieser Ausführungen.

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will nach Angaben von tagesschau.de (siehe Link unten), das Naturschutzgesetz ändern, um den Abschuss von Wölfen zu erleichtern.

 

https://www.tagesschau.de/inland/schulze-woelfe-103.html

 

Bisher ist Frau Schulze stets für den Wolf eingetreten. Das war bisher sehr erfreulich zu bemerken und durch ihr Amt das sie inne hat, auch so vorgesehen.

 

Was ist passiert, das sie dies nicht weiterhin tun will?

 

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) gibt bereits alle notwendigen Regelungen für den Umgang mit streng geschützten Tieren, wie dem Wolf, vor.

 

Änderungen sind nicht notwendig. Rechtsklarheit besteht schon lange!

 

Sie erwartet nur noch die Zustimmung der CDU? Die wird, siehe oben, wohl nicht lange auf sich warten lassen, ist zu befürchten.

 

Dieses „Zeichen“ von einer Parteigenossin, auch an Umweltminister Olaf Lies, beide SPD, wird den bereits in mehrfachen Berichten vom W-I-S-Z-V dargestellten Zusammenhängen, erwarteten „Massenabschuss“, nicht nur in Niedersachsen, von der streng geschützten Tierart Wolf, einleiten.

 

In was für einer Zeit leben wir eigentlich?

 

Der höchste Schutzstatus des Wolfes wird immer mehr aufgeweicht. Nun auch von höchster Instanz, die „eigentlich“ für seinen Schutz zuständig ist.

 

Und das, obwohl Herr Karmenu Vella von der EU, noch 2018 ganz deutlich gemacht hat, das nichts an dem hohen Schutzstatus des Wolfes in Europa und Deutschland, geändert wird!

 

Demnächst wird es ausreichen, wenn ein Wolf nur an einer der unzähligen ungeschützten Weiden in großer Entfernung vorbeilaufen wird und das irgendjemanden auf dem „Lande“ nicht gefällt, wird er/sie nach dem Abschuss des Wolfes hysterisch rufen.

 

Frau Schulze scheint über die realen Zustände in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auch nicht wirklich informiert zu sein.

 

Darauf deuten die Aussagen von ihr, in der Veröffentlichung des BMU vom 18.02.2019 eindeutig hin.

 

https://www.bmu.de/meldung/bundesumweltministerin-svenja-schulze-zu-den-neuen-zahlen-zu-wolfs-rissen/

 

Zitat, aus dieser Meldung „Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu den neuen Zahlen zu Wolfs-Rissen, vom 18.02.2019.“

 

Zitat Beginn:

 

„...Aber: Wenn ein Wolf mehrfach angemessene Schutzzäune überwindet oder sogar dem Menschen zu nahe kommt, dürfen die Bundesländer ihn bereits heute zum Abschuss freigeben. Das geschieht auch, wie aktuell in Schleswig-Holstein und Niedersachsen....“

 

Zitat Ende

 

In den Bereichen von Rodewald, Niedersachsen und Pinneberg, Schleswig-Holstein, also in den Gebieten der vom illegalen Abschuss bedrohten Wölfe „GW717m“ und „GW924m“, gibt es nur völlig unzureichenden oder gar keinen Herdenschutz!

 

Sehr geehrte Frau Schulze, sehen Sie sich die Gebiete doch einmal persönlich an.

 

Wenn Sie dafür keine Zeit haben oder finden können/wollen, empfehle ich Ihnen u.a. dringend z.B. die Veröffentlichung des W-I-S-Z-V, Neuigkeit vom 25.02.2019. „Das W-I-S-Z-V vor Ort. Präsent sein, für den Schutz des Rodewalder Rüden "GW717m", im Bereich Nienburg!“

 

https://www.w-i-s-z-v.de/w-i-s-z-v/neuigkeiten-archiv/neuigkeit-25-02-2019

 

Dort sehen Sie auch Fotos, auf denen ganz deutlich gezeigt wird, das es keinen Herdenschutz in den Bereichen gibt, wo Ihr Parteigenosse, Herr Olaf Lies, einen Wolf ungerechtfertigter Weise erschiessen lassen will.

 

Weitere Bemerkungen und zusätzliche Berichte über die aktuellen Abschüsse der Wölfe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. finden Sie auf der website des W-I-S-Z-V.

 

https://www.w-i-s-z-v.de/

 

Und wo soll es in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu einer Nahbegegnung oder Bedrohung der Wölfe mit einem Menschen gekommen sein?

 

Es existiert solch eine Nahbegegnung nicht! In keinem der beiden Bundesländer!

 

Der Abschuss von streng geschützten Arten, wie dem Wolf ist im BNatSchG völlig ausreichend geregelt.

 

Ein weiterer Versuch den Schutzstatus vom Wolf zu unterminieren, nun auch noch ausgerechnet vom Bundesumweltministerium (BMU), ist ein Verrat am Artenschutz und völlig überflüssig.

 

Es ist bereits bewiesen, das ein „legales“ Erschiessen von „Staatsseite“ aus, zu erhöhten „illegalen“ Abschüssen von Wölfen führen wird.

 

Wenn diese „Handlungsweisen“ der Politiker nicht endlich aufhören und sie sich nicht sofort auf ihre wirklichen Aufgaben „besinnen“, wird der Wolf ein weiteres Mal ausgerottet werden.

 

Und an der erneuten „Ausrottung“ der Wölfe in naher Zukunft, sind und waren dann die Umweltminister aus Deutschland führend beteiligt.

 

Na, dann „Herzlichen Glückwunsch“!

 

Jan Olsson

 

Wer hat den Artenschutz verraten die Sozialdemokraten Neuigkeit W-I-S-Z-V 03.03.19
Wer hat den Artenschutz verraten die Soz[...]
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